AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
von
Wohnmobilvermietung
REISEMOBILE THELEN

Die nachfolgenden Vermietbedingungen werden daher (soweit wirksam vereinbart) mit Vertragsabschluss über die Buchung eines Reisemobiles anerkannt.

Bitte lesen Sie diese Geschäftsbedingungen daher sorgfältig durch !

1. Vertragsgegenstand:
Gegenstand des Vertrages ist die Anmietung eines Wohnmobils.
Reiseleistungen bzw. eine bestimmte Reisequalität schuldet der Vermieter nicht. Die gesetzlichen Bestimmungen über den Reisevertrag, insbesondere die §§ 651 a-l BGB, finden keinerlei Anwendung. Der Mieter führt seine Fahrt selbstständig durch
und setzt das Fahrzeug eigenverantwortlich ein.
Bei Übergabe bzw. Rücknahme des Fahrzeugs ist jeweils ein Übergabe- bzw. Rücknahmeprotokoll vollständig auszufüllen und zu
unterzeichnen. Diese beiden Protokolle sind Bestandteile des Mietvertrages.

2. Fahrbereich / berechtigte Fahrer:
Das Fahrzeug kann innerhalb der Mietzeit in allen Ländern Europas außer Bulgarien, Rumänien, Moldawien, Weißrussland,
Russland, Ukraine, Türkei und Island (siehe grüne Versicherungskarte) gefahren werden. Fahrten in Krisen und Kriegsregionen
sind verboten. Bei Nichtbeachtung haftet der Mieter uneingeschränkt für jeglichen Fremd- und Eigenschaden.
Das Mindestalter des Mieters und jeden Fahrers beträgt 23 Jahre. Sowohl Mieter als auch Fahrer müssen seit mind. einem Jahr
im Besitz eines in Deutschland gültigen Führerscheins der Kl. III bzw. der Kl. B. Kann bei Anmietung bzw. Abholung ein
entsprechender Führerschein nicht vorgelegt werden, gilt das Wohnmobil als nicht abgeholt. In diesem Fall gelten die
entsprechenden Stornobedingungen. Der Mieter ist verpflichtet, Namen und Anschrift aller Fahrer, die das Fahrzeug fahren
sollen, dem Vermieter im Vorfeld bekannt zu geben. Der Mieter hat für das Handeln des Fahrers, dem er das Fahrzeug
überlassen hat, wie für sein eigenes einzustehen.

3. Mietpreis / Zahlungsweise:
Übergabe- und Rückgabetag werden zusammen als ein Miettag gerechnet. Es gelten die Preise der jeweils gültigen Preisliste
bzw. der Preis, der im Mietvertrag vereinbart wurde. Die Mietpreise schließen die gesetzliche Mehrwertsteuer, Haftpflicht, Voll- und Teilkaskoversicherung sowie 250km/Tag ein. Mehrkilometer werden pro Kilometer mit 0,35 € inkl. Mwst berechnet. Ab 14
Tage Mietzeit erfolgt eine individuelle Vereinbarung.
Bei jeder Buchung wird eine einmalige Übergabe- sowie eine Reinigungspauschale gemäß Preisliste berechnet. Mehrkilometer
werden pro Kilometer mit 0,35 € inkl. Mwst berechnet.
Bei Abschluss des Mietvertrages ist per Überweisung eine Anzahlung von 30% des Gesamtbetrages auf das Konto des
Vermieters zu leisten. Die Reservierung ist erst dann für beide Seiten verbindlich. Der Restbetrag wird spätestens 21 Tage vor
Mietbeginn fällig. Bei kurzfristigen Buchungen (weniger als 21 Tage bis zum Anmietdatum) wird der Mietpreis sofort fällig.

4. Reservierung / Rücktritt / Umbuchung:
Der Abschluss des Mietvertrages ist für beide Seiten verbindlich. Soweit der Mieter vorzeitig vom Mietvertrag zurücktreten will,
hat er dies schriftlich gegenüber dem Vermieter zu erklären. Es wird darauf hingewiesen, dass ein allgemeines gesetzliches
Rücktrittsrecht bei Mietverträgen nicht vorgesehen ist. Der Vermieter räumt dem Mieter allerdings ein vertragliches
Rücktrittsrecht ein. Tritt der Mieter vor dem vereinbarten Mietbeginn vom Vertrag zurück, so hat er folgende Anteile des im
Mietvertrag vereinbarten Gesamtpreises als Stornokosten und pauschalen Mietausfall zu zahlen:
• 30% des Mietpreises bis 60 Tage vor Mietbeginn,
• 60% des Mietpreises vom 59. bis 21. Tag vor Mietbeginn,
• 80% des Mietpreises vom 20. bis 14. Tag vor Mietbeginn,
• 90% des Mietpreises bei weniger als 14 Tagen vor Mietbeginn,
• 100% des Mietpreises bei Nichtabholung.
Durch Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung kann sich der Mieter entsprechend deren allgemeinen Bedingungen gegen
diese Belastung mit vorstehenden Rücktrittskosten schützen.
Reservierungen sind ausschließlich für Fahrzeuggruppen, nicht für Fahrzeugtypen verbindlich. Dies gilt auch dann, wenn in der
Beschreibung der Fahrzeuggruppe beispielhaft ein konkreter Fahrzeugtyp angegeben ist. Die dem Mieter bestätigte
Reservierung kann umgebucht werden, soweit anderweitig beim Vermieter freie Kapazitäten vorhanden sind und die
gewünschte Alternativbuchung der Ersten vom Umfang her entspricht. Pro Umbuchung wird ein Unkostenbeitrag laut aktueller
Preisliste erhoben. Ein Rechtsanspruch zur Umbuchung oder Änderung der Daten besteht nicht.

5. Kaution:
Für die Fahrzeugübergabe hat der Mieter eine unverzinsliche Kaution in Höhe von 1.500,- € frühzeitig (spätestens 7 Tage vor
Mietantritt) im Voraus auf das Konto des Vermieters zu überweisen. Die Überweisung der Kautionszahlung muss vom gleichen
Konto des Mieters erfolgen wie die eigentliche Mietzahlung.
Bei vertragsgemäßer und unbeschädigter Rückgabe des Fahrzeuges sowie nach erfolgter Mietendabrechnung wird die Kaution
zurückerstattet. Alle anfallenden Zusatzaufwendungen und Kosten (z.B. Reinigung der Toilette, Betankung, Schäden…) werden
bei Rückgabe des Fahrzeuges mit der Kaution verrechnet, sofern diese durch den Mieter zu tragen sind.
Bei Reisen in Ländern mit zeitlich nachgelagerter Mautabrechung (wie z.B. Norwegen), wird eine Pauschale zur Mautabrechnung
einbehalten (die Mautabrechnung erfolgt in der Regel in einem Zeitraum von 3 Monaten).
Unberührt davon bleibt die Haftung für versteckte Mängel. Liegt eine Beschädigung vor oder wird das Mietfahrzeug verspätet
zurückgegeben kann die volle Kaution einbehalten werden, bis die Höhe des Schadens ermittelt ist.
Durch Abschluss einer entsprechenden zusätzlichen Kautionsversicherung kann der Mieter sein Risiko minimieren.

6. Bereitstellungsgarantien / Haftungsausschluss des Vermieters:
Sollte das vom Mieter bestellte Wohnmobil aus irgendeinem Grund nicht verfügbar sein, ist der Vermieter berechtigt ein
Ersatzfahrzeug der gleichen oder höheren Preisgruppe zu stellen oder vom Vertrag zurückzutreten. Geleistete Zahlungen
werden zurückerstattet. Soweit durch die Bereitstellung eines größeren Fahrzeugs zusätzliche Nebenkosten wie Fähr- oder
Mautgebühren oder Betriebskosten entstehen, trägt diese der Mieter, ohne dass er Erstattungsansprüche gegenüber dem
Vermieter geltend machen kann. Schadensersatzansprüche des Mieters gegenüber dem Vermieter bestehen nicht.
Die Haftung des Vermieters, gleichgültig aus welchem Rechtsgrunde, ist auf grob fahrlässige oder vorsätzliche Rechtsverletzung
begrenzt. Der Vermieter haftet auch nicht für die Aufbewahrung von Gegenständen, die der Mieter bei Rückgabe des
Fahrzeuges in diesem zurückgelassen hat.

7. Verbotene Nutzungen / Sorgfaltspflichten des Mieters:
Dem Mieter ist untersagt
• mit dem Wohnmobil an motorsportlichen Veranstaltungen oder Fahrzeugtests teilzunehmen.
• explosive, leicht entzündliche, giftige, radioaktive oder sonstige gefährliche Stoffe zu befördern.
• Zoll- oder sonstige Straftaten zu begehen.
• das Fahrzeug weiter zu vermieten oder zu verleihen und zu unsittlichen Zwecken zu benutzen.
• jegliche Art von Gütern, die von den Vorstellungen zur Verwendung eines Wohnmobiles abweichen, zu transportieren.
• eine entgeltliche Personenbeförderung durchzuführen oder mehr als die zulässige Personenzahl zu befördern.
• Tiere aller Art zu befördern.
• das Fahrzeug über das zulässige Gesamtgewicht hinaus zu nutzen.
• jegliche sonstige Nutzung, die über den vertraglichen Gebrauch hinausgeht, insbesondere das Befahren von hierzu
nicht vorgesehenem Gelände.
Das Fahrzeug ist schonend und sachgemäß zu behandeln und jeweils ordnungsgemäß zu verschließen. Die für die Benutzung
maßgeblichen Vorschriften und technischen Regeln sind zu beachten. Der Betriebszustand, insbesondere Öl- und Wasserstand
sowie Reifendruck, ist zu überwachen. Der Mieter verpflichtet sich regelmäßig zu überprüfen, dass sich der Mietgegenstand in
verkehrssicherem Zustand befindet.
Alle Fahrzeuge sind Nichtraucherfahrzeuge. Das Rauchen ist demnach im gesamten Fahrzeug nicht gestattet. Reinigungskosten,
die durch die Nichtbeachtung entstehen, gehen zu Lasten des Mieters. Kosten, welche durch eine Entlüftung bzw. zur
Beseitigung der Kontaminierung mit Rauch entstehen, einschließlich entgangenem Gewinn durch eine dadurch bedingte
zeitweise Nichtvermietbarkeit des Fahrzeuges hat ebenfalls der Mieter zu tragen.
Ebenfalls hat der Mieter dafür Sorge zu tragen, dass jegliche Einrichtung lediglich für den vorgesehenen Zweck verwendet wird.
Schäden im Innenraum sind generell nicht von der Teil- oder Vollkasko gedeckt und gehen zu 100% zu Lasten des Mieters.
Der Mieter ist für die Einhaltung der für die Reise nötigen Vorschriften verantwortlich. Alle Nachteile, die aus der
Nichtbeachtung dieser Vorschriften entstehen, gehen zu Lasten des Mieters.

8. Versicherung des Fahrzeuges:
Alle Mietfahrzeuge sind gemäß den allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrzeugversicherung (AKB) wie folgt versichert:Haftpflicht bis zu 50 Mio. € pauschal und 8 Mio. € je geschädigte Person, Vollkasko mit 1.000,- € Selbstbehalt je Schadensfall,
Teilkasko mit 500,- € Selbstbehalt je Schadenfall.
In oder auf dem Wohnmobil befindliche Gegenstände (Reisegepäck) sind nicht abgedeckt. Wir empfehlen den Abschluss einer
zusätzlichen Reiserücktrittskostenversicherung.

9. Reparaturen / Mängel:
Werden Reparaturen nötig, die die Betriebs- u. Verkehrssicherheit des Fahrzeuges gewährleisten, dürfen diese vom Mieter bis
zum Preis von 150,- € ohne Rücksprache mit dem Vermieter in Auftrag gegeben werden. Größere Reparaturen bedürfen
zumindest der telefonischen Einwilligung des Vermieters. Nach Mietbeginn festgestellte Mängel am Wohnmobil oder seiner
Ausstattung hat der Mieter bei Rückgabe des Fahrzeugs schriftlich gegenüber dem Vermieter anzuzeigen.
Schadenersatzansprüche aufgrund später angezeigter Mängel sind ausgeschlossen, es sei denn, Grundlage des Anspruchs ist ein
nicht offensichtlicher Mangel.

10. Verhalten bei Verkehrsunfällen:
Der Mieter hat nach einem Unfall sofort die Polizei und den Vermieter zu verständigen, gegnerische Ansprüche dürfen nicht
anerkannt werden. Brand-, Diebstahl- und Wildschäden sind unverzüglich der nächsten zuständigen Polizeistelle und immer
auch sofort dem Vermieter anzuzeigen. Der Mieter ist verpflichtet spätestens bei Rückgabe des Fahrzeugs dem Vermieter einen
ausführlichen Bericht über jeden Unfallhergang unter Vorlage einer Skizze zu erstellen. Der Bericht muss insbesondere Namen
und Anschriften der Beteiligten und Zeugen sowie das amtliche Kennzeichen und die Haftpflichtversicherung der beteiligten
Fahrzeuge enthalten.

11. Haftung des Mieters:
Der Mieter haftet für die von ihm verschuldeten Unfallschäden am Wohnmobil bis zur Höhe der vereinbarten Selbstbeteiligung.
Er haftet dagegen uneingeschränkt bei Schäden, die verursacht werden durch:
• Zurück- oder Vorsetzen des Fahrzeugs ohne Einweisung einer Hilfsperson
• Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit
• Unsachgemäße Bedienung der Markise, Satellitenanlage und Schäden, die durch Windeinwirkung entstehen
• Unsachgemäße Behandlung des Wohnmobils
• Missachtung maximaler Durchfahrtshöhen und -breiten
• Drogen- oder alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit
• Nicht termingerechte Fahrzeugrückgabe
• Zuwiderhandlungen gegen die Bedingungen des Mietvertrages
Des Weiteren haftet der Mieter voll, wenn er Unfallflucht begangen hat oder der Schaden darauf zurückzuführen ist, dass ein
Unberechtigter das Wohnmobil benutzt hat. Der Mieter trägt die Verantwortung für Schäden im und am Wohnmobil, soweit
dem Vermieter nicht von dritter Seite vollständiger Ersatz geleistet wird. Bei Unstimmigkeiten über die Schadenshöhe kann der
Vermieter auf Kosten des Mieters einen Sachverständigen beauftragen. In jedem Falle trägt der Mieter die Beweislast, dass ein
während der Mietzeit entstandener Schaden nicht durch ihn oder den Mitreisenden verursacht oder verschuldet wurde.
Soweit eine Fahrzeugbeschädigung durch Fremdverschulden verursacht wurde, ist der Vermieter berechtigt die Mietkaution so
lange einzubehalten bis er von der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners vollständig entschädigt wird. Sollte eine
Schadlosstellung nicht oder nur erschwert durchsetzbar sein, kann der Vermieter die Kaution einbehalten und dem Mieter die
Ansprüche zur eigenen Geltendmachung insoweit abtreten. Bei selbstverschuldeten Unfallschäden oder unklarem Unfallhergang
ist der Vermieter berechtigt die anfallenden Reparaturkosten mit der Kaution zu verrechnen. Auf Antrag des Mieters tritt er
diesem die Schadensansprüche in Höhe der Kaution ab.

12. Übergabe / Rückgabe / Reinigungsgebühren:
Der Mieter ist verpflichtet vor Antritt der Fahrt an einer ausführlichen Fahrzeugeinweisung durch den Vermieter teilzunehmen.
Dabei wird ein Übergabeprotokoll erstellt, in dem der Fahrzeugzustand beschrieben wird und das von beiden Parteien zu
unterzeichnen ist. Der Vermieter kann die Übergabe des Fahrzeuges verweigern, bis die Fahrzeugeinweisung erfolgt ist.
Entstehen durch Verschulden des Mieters Verzögerungen bei der Übergabe, hat er daraus resultierende Kosten zu tragen.
Bei Rückgabe ist der Mieter verpflichtet, das Fahrzeug gemeinsam mit dem Vermieter abschließend zu überprüfen, wobei ein
Rückgabeprotokoll erstellt wird, das vom Vermieter und dem Mieter zu unterzeichnen ist. Beschädigungen, die im ersten
Übergabeprotokoll nicht vermerkt sind, bei Fahrzeugrückgabe aber festgestellt werden, gehen zu Lasten des Mieters. Das
Wohnmobil wird zum vereinbarten Termin vom Vermieter vollgetankt und in gereinigtem Zustand dem Mieter überlassen. Es ist
vom Mieter im gleichen Zustand zurückzugeben - Toilette entleert und gereinigt, Innenraum gereinigt.Sollte der Mieter seinen Verpflichtungen zur Reinigung ganz oder teilweise nicht nachkommen so werden folgende
Reinigungskosten berechnet:
• Toilettenreinigung 130,- €.
• Bei grober Verschmutzung wird eine erweiterte Reinigung nach Aufwand berechnet!
Diese Beträge können mit der Kaution verrechnet werden.
Bei Fahrzeugrückgabe vor Ablauf der vereinbarten Mietzeit ist der volle vertraglich vereinbarte Mietpreis zu zahlen. Bei
Überziehung der vertraglichen Mietzeit berechnet der Vermieter pro angefangene Stunde 25,- €, höchstens jedoch einen
Tagesmietpreis. Sollte der Vermieter aufgrund der verspäteten Rückgabe des Fahrzeugs ein Schaden entstehen (z.B.
Schadensansprüche des nachfolgenden Mieters) ist der Vermieter berechtigt, diesen Schaden zusätzlich dem Mieter gegenüber
geltend zu machen. Es besteht generell kein Einverständnis des Vermieters mit der automatischen Umwandlung des
Mietvertrages in ein Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit bei fortgesetztem Gebrauch.

13. Schlussbestimmungen:
Änderungen und Ergänzungen des abgeschlossenen Mietvertrages bedürfen der Schriftform. Sollte eine Vertragsbestimmung
unwirksam sein, bleibt davon die Geltung der übrigen Bestimmungen unberührt. Für alle Streitfragen die sich aus dem
Mietverhältnis ergeben, den Mietvertrag selbst oder Unfallschäden und -folgen betreffend, wird Mainz als Gerichtsstand
vereinbart.

Stand: 01.05.2021